Nachschau - Veranstaltung am 02.10.2009

Jung besucht Grenzmuseum

Asbach-Sickenberg, 02.10.2009


Am Vortag des Tags der Deutschen Einheit hat Bundesverteidigungsminister Dr. Franz Josef Jung das Grenzmuseum „Schifflersgrund“ bei Bad Sooden-Allendorf besucht. Nach einer Kranzniederlegung am Ehrenmal „Zusammengewachsenes Deutschland“ hat der Minister die Skulptur „Der zerbrochene Grenzpfahl“ an das Museum übergeben.

26 Menschen fanden bei Fluchtversuchen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Hessen und Thüringen den Tod. Die von Minister Jung übergebene Skulptur wird das insgesamt 26 Skulpturen umfassende Gesamtkunstwerk „Flammen und Fäuste mahnen“ komplettieren.

Die aus der Hand des Holzkünstlers Sebastian Seiffert stammende Sammlung soll an die menschlichen Tragödien erinnern, die sich an der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland abspielten. So wurde nur hundert Meter vom Museum entfernt, Heinz-Josef Große 1982 bei seinem Fluchtversuch von DDR-Grenzern erschossen. Ihm und stellvertretend für alle Opfer ist ein Teil der Ausstellung gewidmet.

Auf einer Gesamtfläche von 30.000 Quadratmetern im Außen- und Innenbereich wird der „Eiserne Vorhang“, der Deutschland und Europa teilte, für Besucher hautnah erfahrbar. Der vordere Grenzzaun ist auf einer Länge von 1,5 Kilometern ebenso erhalten, wie Spurensicherungsstreifen, Kolonnenweg, Kfz-Sperrgraben, Schlagbaum und Grenzsignalzaun zur Hinterlandabsperrung.

Etwa 40.000 Besucher verzeichnet das Grenzmuseum jährlich. Darunter sind immer wieder auch Gruppen von Soldaten der Bundeswehr, die im Rahmen von Tages-Seminaren der politischen Bildung das Grenzmuseum im Schifflersgrund besuchen.

Für Verteidigungsminister Jung, der zum Abschluss der Feierlichkeiten einen Vortrag zur Transformation der Bundeswehr hielt, war dies bereits der dritte Besuch.

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