Nachschau  Veranstaltung am 22.03.2012

 

 

4. Vortragsveranstaltung

im Rahmen der

Wintervortragsreihe 2011/2012

 

Thema des Abends ist der Film

Die Afghanistan-Falle

Kämpfen und Sterben am Hindukusch

Kommentiert von

Nico Wingert

Freier Journalist, Halle

am Donnerstag, 22. März 2012, 19:00 Uhr

Großer Festsaal im Stadthaus

Marktplatz 2, 06108 Halle

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Sektionseigener Veranstaltungsbericht

Afghanistan-Einsatz:

Wehrhaftes Verstehen und Helfen

GfW-Wintervortragsreihe mit kommentierter Filmvorführung abgeschlossen

Gastreferent Nico Wingert

Auf großes Interesse stieß am gestrigen Donnerstag, 22. März, die kommentierte Vorführung von Ausschnitten aus dem Film „Die Afghanistan-Falle. Kämpfen und Sterben am Hindukusch“ im Stadthaus von Halle. Nico Wingert schloss damit als Gastreferent die Wintervortragsreihe ab, die von der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V. (GfW), Sektion Halle / Saale, unter dem Leitthema „Migration – Gefahr oder Chance für die Sicherheit der Gesellschaft“ organisiert worden war.

Die Erläuterungen des Referenten ließen die packenden Bilder der Filmausschnitte noch authentischer wirken, da er als „eingebetteter Journalist“ in Afghanistan an dem Film der Agenda Media GmbH maßgeblich mitgearbeitet hat. Der Film war in Zusammenarbeit mit dem früheren SPIEGEL-Chefredakteur Stefan Aust und dem Kameramann Detlev Konnerth entstanden und auf N24 gezeigt worden. Wingert ergänzte die gezeigten Filmausschnitte und schilderte Situationen, die (nicht nur) wegen schlechter Lichtverhältnisse ungefilmt bleiben mussten.

Die Botschaften des Filmmaterials schwankten zwischen der Auffassung, dass Kampfeinsätze überflüssig seien – was nach Wingert allenfalls für Teilregionen zutrifft – und der Meinung, dass ein „Partnering“ von Anfang an sinnvoll gewesen wäre. Zu verstehen ist unter diesem Begriff ein vorsichtiges, aber wehrhaftes Miteinander afghanischer Sicherheitskräfte und ausländischer Soldaten, erklärte der Referent: „Man muss die Leute rauslösen aus ihren Verbindungen zu den Taliban, man muss sie, wenn es nicht anders geht, auch rauskaufen. Denn das, was wir hier Korruption nennen würden, ist dort Alltagskultur, und das müssen wir akzeptieren.“

Sektionsleiter Ernst W. Speidel

In seinem abschließenden Fazit zur Vortragsreihe erinnerte der Sektionsleiter Ernst W. Speidel daran, dass die Einsätze der Bundeswehr unter anderem Migration (Flucht ebenso wie Vertreibung) verhindern sollen, „denn Migration ist sowohl für die Menschen belastend, die mit der Andersartigkeit zuziehender Fremder klarkommen müssen, als auch für diese Menschen selbst, die wider Willen ihre Heimat verlassen, weil sie dort keine Zukunft mehr sehen.“ Und leider geht das manchmal ohne Kampfhandlungen nicht ab.

Ernst W. Speidel

Sektionsleiter

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