Nachschau - Veranstaltung am 10.05.2011

 

 

mit Besuch der Sonderausstellung

Die Auflösung

der NVA-Luftstreitkräfte/ Luftverteidigungskräfte

und ihre teilweise Übernahme

in die Luftwaffe der Bundeswehr

in Zusammenarbeit mit der

GfW-Sektion Berlin

 

am Dienstag, 10. Mai 2011, 14.00 Uhr 

Luftwaffenmuseum

Kladower Damm 182, 14089 Berlin-Gatow

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Sektionseigener Bericht

Militärflugzeuge aus Ost und West friedlich vereint

Am 10. Mai 2011 traf sich eine Gruppe von  Mitglieder und Freunde der GfW Sektion Strausberg und des Deutschen Bundeswehrverbandes der Kameradschaft ehemaliger Soldaten / Reservisten und Hinterbliebene - Strausberg sowie unsere Gäste aus Berlin am Tower des Luftwaffenmuseum der Bundeswehr auf dem Flugplatz in Berlin-Gatow.

Seit 1995 präsentiert sich das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr der Öffentlichkeit in Berlin-Gatow, es ist ein historisches Museum, das die gesamte Bandbreite von Luftstreitkräften auf Deutschen Boden im Zeitraum von 1884 sammelt und ausstellt.

Unser Anliegen war es, die neu, im April 2011 eröffnete Sonderausstellung „Die Auflösung der NVA  LSK/LV und ihre teilweise Übernahme in die Luftwaffe der Bundeswehr“  zu besichtigen.

Pünktlich um 14:00 Uhr wurden wir vom Leiter des Museums Herrn Oberstleutnant Leonhard am Tower empfangen.

 

Luftwaffenmuseum der Bundeswehr

Schon der Anmarsch zum Museum lies den Teilnehmern das Fliegerherz höher schlagen. In langer Reihe, so als Spalier, begleiten uns Militärflugzeuge der 50-er und 60-er Jahre zum Tower.

Sehr friedlich stehen sich heute Flugzeuge der NATO und des Warschauer Vertrages gegenüber und begleiten uns zu unserer ersten Station, dem Hangar 3.

Durch die zeitliche Abgrenzung „1884 bis zur Gegenwart,“ erhält der Besucher in diesem Bereich einen Überblick  über die mehr als hundertjährige Geschichte deutscher militärischer Luftfahrt in fünf verschiedenen deutscher Armeen.  Dies bildet den historischen Hintergrund des Luftwaffenmuseums.

Durch diesen Bereich der Ausstellung wurden wir durch die Museumsführer, OTL a.D. Gothe und OSF a.D. Hoffmann, geführt.

Führung durch die Ausstellung „1884 bis zur Gegenwart“

Auf der 2. Station besichtigten wir die von  uns  mit Spannung erwartete Sonderausstellung, dem eigentlichen Hauptanliegen dieses Tages, „Die Auflösung der NVA-LSK/LV und ihre teilweise Übernahme in die Luftwaffe der Bundeswehr.“

Die Führung übernahm in diesem Bereich der Schöpfer dieser Sonderausstellung Herr Hauptmann Behrend.

Mit interessanten Details, vielen originalen Dokumenten und einer umfangreiche Recherche mit    Zeitzeugen sowohl der Bundesluftwaffe als auch der Luftstreitkräften der NVA , wurde der Weg der Integration von Teilen der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung der NVA der ehemaligen DDR dokumentiert.

Die in  3 Etappen gegliederte Ausstellung beginnt mit einer Darstellung der Situation der Luftstreitkräfte der beiden deutschen Staaten in der Phase des Kalten Krieges.

Eine Besonderheit aller drei Etappen liegt in der Möglichkeit des Hörens von ehemaligen Generalen und Offizieren sowohl der Bundesluftwaffe als auch der LSK/LV der NVA. Eine interessante Lösung, die nicht nur eine einseitige Information der Besucher ermöglicht.

Der Übergang in den Raum der 2. Etappe führt durch einen Flur, dargestellt als Gang über die Grenze, die unser Vaterland nach dem Willen der Alliierten nach dem 2. Weltkrieg mehr als 40 Jahre geteilt hat. Er mündet in einen hell erleuchteten Raum der mit vielen Dokumenten und Bildern gestalteten Zeit um 1989 mit dem Schwerpunkt der Handlungen der der Streitkräfte zur Wendezeit.

In der 3. Etappe wird die Situation der Auflösung der NVA, im konkreten Falle der LSK/LV der DDR und ihre teilweise Eingliederung in die Bundesluftwaffe dargestellt. Originaldokumente und Bilder begleiten den Besucher durch diese Räume mit konkreten Hinweisen auf die Übernahme des Personals und der Technik der NVA.

Eine gelungene Ausstellung wie wir meinen, die den Besucher in die Zeit der Wende zurückversetzt, aufklärt und einen wichtigen Beitrag zur Schaffung der Armee der Einheit leistet.

Wie zu erwarten war, konnte die Wahrnehmung der  inhaltlichen Darstellung einer Reihe von Aussagen und Darstellungen dieser Zeit, durch die Teilnehmer mit einer Biographie-Ost und Biographie-West unterschiedlicher nicht sein. Was in den Gesprächen nach der Besichtigung zum Ausdruck kam.

Für den Besucher zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung wer die „Guten“ und wer die „Bösen“ waren. Das ist der einzige Mangel, den es so, nach 20 Jahren Deutscher Einheit nicht mehr geben sollte.

Leider konnten wir in der Kürze der Zeit nicht das gesamte Museum besichtigen, aber am Ende unseres Besuches waren sich jedoch alle Teilnehmer einig, wir waren nicht das letzte mal im Luftwaffenmuseum der Bundeswehr zu Gast.

Wolfgang Krieger

Leiter GfW-Sektion Strausberg

 

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